04.11.2020

News aus unserer Schreinerei


Das HSM steht für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit schweren Hör- und Sprachbeeinträchtigungen und befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble in Münchenbuchsee BE. Vor einem Jahr ist mit der Schulanlage des Pädagogischen Zentrums für Hören und Sprache (HSM) ein Vorzeigeobjekt für den hölzernen Innenausbau eingeweiht worden.

Das Projekt umfasste den Neubau einer multifunktional nutzbaren Sporthalle sowie mehrerer Schul- und Therapieräume.

Für die Besonderheit des Raumgefühls sorgt die durchgängig lineare Struktur, die sich als Gestaltungselement durch die gesamten Räumlichkeiten der Schulanlage zieht.

Ausgeführt wurde die Struktur in weiss geöltem Kiefer-Plexwood, einem kreuzweise aus Hirn- und Längsholz zusammengesetzten Furnier.

Dieses Gestaltungselement stellte die Kühni AG vor einige Herausforderungen. «Wir mussten mehrmals zu etwas unkonventionellen Mitteln greifen, um der linearen Optik gerecht zu werden», sagt Projektleiter Mischa Wälti. Die Schreinerabteilung des Mischbetriebes aus Ramsei im Emmental realisierte mit den Schulzimmern, den Therapieräumen, der Garderobe, der Sporthalle und den Treppen sämtliche Arbeiten, die in Plexwood ausgeführt wurden.

Bezüglich der Schreinerarbeiten waren zwei Themen zentral: Der Schallschutz und die konsequent durchlaufende lineare Struktur der Holzelemente. Beim Schallschutz musste den Hörbeeinträchtigungen der Schüler Rechnung getragen werden. «Die hohen Schallwerte waren für uns konstruktiv keine grosse Sache», sagt Wälti. «Die grössere Herausforderung war die konsequente Umsetzung der linearen Optik.» Dabei spricht er unter anderem die Konstruktion der Türen, insbesondere der Glasleisten, an. «Je kleiner die Elemente, desto kniffliger war es, die senkrechte Laufrichtung einzuhalten.» Viel Kreativität erforderten auch die Tablare in den Garderobennischen, bestehend aus einer Multiplex-Trägerplatte, beidseitig belegt mit 2,5 mm dickem Plexwood. «Damit die Vorderkante der Tablare nicht horizontal gestreift war, frästen wir einen Dreiecksspickel heraus und setzten ein passend zugeschnittenes Dreieckselement mit vertikal verlaufenden Linien ein», erklärt Wälti.

Rund 5600 Arbeitsstunden hat die Kühni AG in dieses Projekt gesteckt und dabei zirka 1450 m2 Plexwood-Platten und 450 m2 Akustikdielen verbaut. «Das hat uns schon einige schlaflose Nächte gekostet», gesteht Ulrich Kühni, Mitinhaber des Unternehmens. Doch das Projekt in Münchenbuchsee habe viel Freude gemacht und die Wirkung der durchgängigen Linienstruktur sei beeindruckend gewesen.

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Kühni AG, Beitrag in der Schreinerzeitung über das Pädagogische Zentrum für Hören und Sprache

Die Kombination aus hellen Materialien und schlichter Gestaltung sorgt für ein ruhiges Raumdesign. Bild: Mario Rüegger


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